SICHER, WIRTSCHAFTLICH UND UMWELTFREUNDLICH – Cleaning in Place

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Im Bereich der Lebensmittelherstellung ist Hygiene das oberste Gebot. Die gesetzlichen Vorgaben an lebensmittelverarbeitende Industrien wie Brauereien und Molkereien sind sehr hoch, die Produktsicherheit spielt hier eine besonders wichtige Rolle. Produktionsanlagen müssen daher in regelmäßigen Zyklen gereinigt werden, um eine gleichbleibende Produktqualität unter Einhaltung der gängigen Hygienestandards zu gewährleisten.

Bei der manuellen Reinigung stehen Anlagenbetreiber allerdings vor einigen Herausforderungen: Der Produktionsprozess muss gestoppt und die zu reinigenden Bereiche inkl. Tanks und Leitungen müssen freigelegt werden, um sie erreichen zu können. Wasser und Reinigungschemikalien werden selten in dem benötigten Umfang genutzt, was schnell zu Restverschmutzung oder Verschwendung führen kann. Das genutzte Wasser wird, wenn überhaupt, nur zum Teil wiederverwertet. Das Stilllegen einer Produktion ist immer mit immensen Kosten verbunden, ebenso der ungenaue Einsatz von Wasser und Reinigungsmitteln.

Höchste Hygieneanforderungen im Produktionsprozess

Da aber das Reinigen unerlässlich ist, kommt überall dort, wo höchste Hygieneanforderungen und Produktsicherheit eine große Rolle spielen, die sogenannte CIP-Reinigung zur Anwendung. Dieses „Cleaning in Place“ (deutsch: „Reinigung am Platz“) wird in Brauereien, Molkereien und bei der Herstellung von Lebensmitteln eingesetzt, um die gesamte Produktionsanlage inkl. Tanks und Rohrsystemen in Zyklen zu reinigen. Der Prozess der CIP-Reinigung verläuft in der Regel immer gleich: Zunächst werden Reste und Ablagerungen der letzten Produktion mit Stapelwasser ausgespült, im Anschluss eliminiert Lauge organische Spurenelemente. Nachdem mineralische Ablagerungen mit Hilfe von Säure entfernt wurden, wird die gesamte Anlage abschließend desinfiziert und mit Frischwasser gespült. Die Anlage steht danach wieder für die Produktion bereit.

sera ist auf dem Gebiet der CIP-Reinigung führend. Viele Brauereien und Molkereien in Deutschland, aber auch namhafte Ausrüster der internationalen Getränkeindustrie vertrauen darauf, mit sera als Partner ihre Anlagen den Vorgaben entsprechend zu reinigen – und damit Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Die für die Reinigung benötigten Chemikalien werden in IBCs, Fässern oder Tanks in flüssiger Form gelagert. Die sera Kompaktdosieranlage des Typs CVD dosiert die Chemikalie so in Frischwasser, dass das gewünschte Reinigungs- oder Desinfektionsmittel in der perfekten Konzentration entsteht und direkt in den Reinigungsprozess gegeben werden kann. Vor jeder Reinigung messen Sensoren in den Stapelbehältern das Mischungsverhältnis der Lauge, der Säure und des Desinfektionsmittels. Entspricht sie nicht der gewünschten Konzentration, wird mit Hilfe der Dosieranlage die passende Menge der Grundchemikalie dosiert – das Reinigungs- oder Desinfektionsmittel wird aufgeschärft. Brauereien setzen meist auf Natronlauge (50%) und Salpeter- (bis zu 53%) oder Phosphorsäure (85%) für die CIP-Reinigung. Lauge, Säure und Desinfektionsmittel werden jeweils auf eine 2%ige Lösung verdünnt. Bei der CIP-Reinigung von Rohrsystemen ist die Fluidgeschwindigkeit besonders wichtig: Eine turbulente Strömung mit einer Geschwindigkeit zwischen 1,5 und 2,1 m/s ist erforderlich.

Die sichere Lösung für den wirtschaftlichen Ansatz alkalischer Reinigungsmittel

Natronlauge ist nicht in allen Ländern der Welt in gleichbleibender Qualität und Konzentration erhältlich. Zudem sind der Transport und auch die Lagerung von Natronlauge mit Risiken verbunden: Natronlauge muss vor der Entsorgung über die Kanalisation mit geeigneten Säuren neutralisiert und verdünnt werden, da sie ansonsten stark ätzend ist. Dementsprechend hoch ist auch die Gefahr für Mensch und Umwelt, sollte bei Transport oder Lagerung nicht gewissenhaft gearbeitet werden. Speziell für den Einsatz in Ländern mit unzuverlässigem Zugang zu geeigneter Natronlauge und in Industrien, die einen schwankenden aber großen Bedarf an dem alkalischen Reinigungsmittel Natronlauge haben, ermöglicht die sera Natronlaugeansetzstation einen sicheren und effizienten Ansatz von Natronlauge auf Basis von Natriumhydroxid (NaOH) in fester Form (Pellets, Flakes, Perlen oder Pulver) und Wasser.  Das System besteht aus einem Ansetzbehälter aus Edelstahl, einem Rührwerk und einer speziellen Fördereinrichtung. Die Fördereinrichtung ist zusammengesetzt aus einem Einfülltrichter und einem Edelstahl- Trockengutdosierer, der die Feststoffe in den Ansetzbehälter fördert. Da es bei der Mischung von NaOH und Wasser zu einer exothermen Reaktion (bis zu 95°C) kommt, ist der Aufbau der Station so konzipiert, dass sich das Bedienpersonal nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich des Ansetzbehälters befindet. Bei Bedarf kann die Station mit einer Absaugvorrichtung ausgestattet werden, die ggf. auftretende gefährliche Staubbildung und -verteilung bei der Materialzufuhr unterbindet.

Wirtschaftlichkeit im CIP-Prozess

Das Ansetzen von Lauge mit einer eigenen Ansetzstation ist für Brauereien vor allem von wirtschaftlicher Relevanz. Transport, Anlieferung und Lagerung von Sackware mit ungelösten Feststoffen im Vergleich zu fertigen Lösungen sind wesentlich günstiger. Zusätzlich entfallen die Kosten für umfangreiche bauliche Maßnahmen, die bei einer Anlieferung von fertigen Lösungen durch Gefahrstoff-Tanklastwagen vorgegeben sind. Vor allem aber schätzen die bekannten Ausrüster in der Getränkeindustrie die Flexibilität, die sie mit einer eigenen Ansetzstation gewinnen: Lösungen werden nach Bedarf angesetzt und können durch Erhöhung oder Reduktion der zugeführten Feststoffmenge hinsichtlich der Konzentration nach Bedarf angepasst werden.

Ressourcenschonend und umweltfreundlich

Eine weitere Kostenersparnis erzielen die Produzenten durch die Wiederverwendung von Frischwasser. Dieses kommt bei der Zwischen- und Endspülung zum Einsatz. Im Anschluss wird es als Stapelwasser in den CIP-Prozess zurückgeführt und für die Vorspülschritte der nächsten Reinigung wiederverwendet. Diese Prozessschritte verringern deutlich den Wasserverbrauch im Produktionsprozess und somit auch den virtuellen Wasserverbrauch des Konsumenten. Auch Chemikalien werden im CIP-Prozess ressourcenschonend verwendet: Sie werden immer in der benötigten Konzentration und Menge dosiert, Überschuss wird so vermieden. Das schont die Umwelt und erleichtert die Abwasserbehandlung.

Dezentrale Systeme lösen zentrale Anlagen ab

In der Vergangenheit wurden für die CIP-Reinigung vor allem große, zentrale CIP-Anlagen genutzt. Jede Reinigung für jeden Teil der Anlage musste speziell konzipiert und eingestellt werden. Der damit verbundene Aufwand war immens und hat mittlerweile dazu geführt, dezentrale CIP-Systeme einzuführen und zu nutzen, die direkt der zu reinigenden Anlage zugeordnet sind. Wählbare Reinigungsprogramme sorgen dafür, dass der Reinigungszyklus den jeweils aktuellen Anforderungen flexibel angepasst werden kann. Unter Umständen können sogar mehrere lokale CIP-Anlagen aus einem Lager mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln versorgt werden. Die Anschaffungskosten für dezentrale CIP-Anlagen sind zwar deutlich höher als die für ein großes, zentrales System, im laufenden Betrieb ist aber, vor allem bei großen Margen, eine Amortisation der Kosten schnell erreichbar.

Hygiene mit sera Anlagen: sicher, wirtschaftlich, umweltfreundlich 

  • Cleaning in Place macht Stoppen des Produktionsprozesses unnötig
  • Kompaktdosieranlage des Typs CVD dosiert exakt benötigte Chemikalien
  • Sensoren messen notwendige Konzentration und schärfen bei Bedarf nach
  • Natronlaugeansetzstation ermöglicht sicheren und effizienten Natronlaugeeinsatz
  • Wiederverwendung von Frischwasser spart Ressourcen
  • Dezentrale Systeme bieten Flexibilität und Automatisierung

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